Artenschutz
Shownotes
Pal und Mers wachsen wohlbehütet mit Mama und Papa in einem kleinen Häuschen am Rande eines Waldes auf. Das einzig Nervliche ist der hohe undurchdringliche Zaun, der ihren Aktionsradius begrenzt. Als die beiden dann auch noch merken, dass mit ihren Eltern etwas grundsätzlich nicht stimmt, beginnt die Fassade einer glücklichen Kindheit ernsthaft zu bröckeln…
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00:00:00: Herzlich Willkommen zu.
00:00:01: Alles wird gut, Geschichten aus den kommenden Tagen.
00:00:05: Unsere heutige Geschichte heißt Artenschutz.
00:00:11: Erstes Kapitel?
00:00:13: Merz.
00:00:16: Mama trägt eine Maske, sagte Pahl.
00:00:19: Er saß an unserem Lieblingsplatz dort am kleinen Teich.
00:00:23: Dort war das Gras am höchsten wuchs.
00:00:26: Ich lag erschöpft in diesem Gras und blinzelte ihn an.
00:00:30: ich war außer Atem, ich war gerannt dreimal hintereinander um die ganze Wiese am Zaun entlang.
00:00:35: – Wie kommst du darauf?
00:00:38: fragte ich yapsend.
00:00:41: Ich habe es gesehen, sagte Pahl, beugte sich verspörig zu mir hinunter und senkte seine Stimme so als hätte er Angst dass sie uns hier hören könnten.
00:00:51: Sie war im Bad!
00:00:53: Sie hatte die Tür nicht richtig zugemacht.
00:00:55: Es war nur ein kleiner Spalt aber ich konnte alles sehen.
00:00:59: Sie stand vor dem Spiegel und hat an ihrem Gesicht herumgeknetet Und dabei ist es dann verrutscht.
00:01:07: Was ist verrutsch?
00:01:08: Na, ihr Gesicht!
00:01:10: Sie hat das irgendwie nach vorne geschoben und dabei hat sie die Haut vom Hals gelöst und da war so ein dunkler Spalt.
00:01:17: Ich konnte es ganz deutlich sehen.
00:01:19: Da war so eine dunkelbraune Haut darunter...und
00:01:23: dann?!
00:01:25: Nichts und dann!
00:01:26: Ich bin auf zehn Spitzen nach draußen gegangen Ganz langsam damit die Dieelen nicht knirschen.
00:01:31: ich glaube nicht dass sie mich bemerkt hat.
00:01:34: Das konnte man nie wissen.
00:01:36: Das ganze Haus bestand aus Holz und unsere Eltern waren sehr aufmerksam.
00:01:40: Sie hörten alles, aber Pal strich nachts oft durch das Haus.
00:01:45: Er hatte gelernt sich äußerst leise zu bewegen.
00:01:48: Er kannte jede Diele und wusste mit welchem Druck er sie belasten konnte.
00:01:53: Ich hörte ihn nie wenn ich mal wieder Nachts wach lag und nicht einschlafen konnte Aber bei meinen Eltern war ich mir nicht so sicher.
00:02:02: Pal sah mich wieder so erwartungsvoll an.
00:02:05: Er wollte dass ich etwas dazu sage, aber mir fiel nichts ein.
00:02:09: Ich ließ meinen Blick über die Wiese schweifen, jetzt wo mich das Laufen etwas entspannt hatte.
00:02:15: Ich sah das Gras, ich sah das Haus und ich sah den Zaun.
00:02:20: Eigentlich sah man von hier aus nur die Hälfte des Hauses.
00:02:22: der untere Teil war durch einen sanften Hügel verdeckt aber ich musste ihn nicht sehen!
00:02:27: Ich wusste dass unsere Eltern wie üblich auf ihren Liegesesseln auf der Terrasse saßen und Tee tranken.
00:02:34: Die meiste Zeit des Tages taten sie nichts anderes.
00:02:37: Sie mussten sich keine Sorgen machen.
00:02:39: Wir konnten nicht weglaufen.
00:02:41: Der Zaun war unüberwindbar, obwohl Pal sich ständig überlegte wie man ihn überwinden könnte.
00:02:47: Er hat sogar versucht einen Tunnel zu graben aber das war zwecklos.
00:02:51: der Zaun reichte tief in die Erde tiefer als er jemals graben könnte.
00:02:57: Dies hier war der Bereich der Wiese der am weitesten vom Haus entfernt war.
00:03:01: Er lag direkt am Zaun.
00:03:04: Dahinter war nur der Wald, der endlose Wald, da alles umschloss.
00:03:09: Unsere Eltern hatten zwar ein gutes Gehör Aber hier waren wir wirklich unter uns.
00:03:14: Warum sagst du nix?
00:03:16: fragte Pahl.
00:03:17: Wir müssen hier weg, sage ich dir Hier stimmt fast nicht!
00:03:21: Pahl redete viel.
00:03:23: Pahl war unruhig und das Schlimme war dass sich in der letzten Zeit auch unruhhig geworden war So als hätte er mich angesteckt.
00:03:32: Früher konnte ich stundenlang im gras liegen Und die kleinen Insekten beobachten wie sie erfolgreich versuchten Die Grashalbe hinaufzuklettern aber dabei immer wieder hinunter fielen.
00:03:43: Ich blinzelte in die Sonne und dann war wieder ein Tag vorbei.
00:03:47: Und ich schlief tief und fest.
00:03:49: Auch damals schon hatte Pal ständig auf mich eingeredet, aber ich hatte gar nicht richtig hingehört.
00:03:55: Ich konnte es ausblenden!
00:03:57: Es war so etwas wie ein nervendes, aber erträgliches Nebengeräusch... ...und manchmal wurde es vom Summen der Insekten über.
00:04:05: Aber diese Zeiten waren vorbei.
00:04:07: Jetzt sah ich das Gras nur noch als grüne Fläche,... ....die man niedertrat, niedertrampelte, niederranden.
00:04:13: Wenn ich mal wieder so unruhig wurde, dass ich laufen musste bis mir das Herz bis in den Magen stucke.
00:04:20: Diese kleine Welt dicht am Boden interessierte mich nicht mehr.
00:04:25: Aber ich wusste, daß Palmi nicht angesteckt hatte.
00:04:27: Es lag nicht an ihm!
00:04:29: Es lag an Rubbe!
00:04:31: Dreimal hatte sie uns besucht in letzter Zeit Als ich sie das erste Mal gesehen hatte war das wir ein Schock.
00:04:39: Ich zitterte und konnte nur noch stammeln.
00:04:42: Ich brachte kein einziges Wort heraus Aber das war nicht so schlimm.
00:04:46: Das fiel nicht weiter auf!
00:04:48: Sie waren nicht wegen mir gekommen, sondern wegen Parl.
00:04:52: Sie waren dann in die kleine Hütte neben dem Haus gegangen?
00:04:55: Meine Eltern nennen sie die Begegnungsstätte.
00:04:59: Parl und Rube waren dort hineingegangen und stundenlang nicht herausgekommen.
00:05:04: «Sie sollten sich besser kennen lernen», hatten meine Eltern gesagt.
00:05:09: Parle redete viel aber über Rube und darüber was sie in der Hütthe machten wollte er nicht reden.
00:05:19: Was ist los mit dir?
00:05:21: Träumst du schon wieder?
00:05:22: Im Weder rennste während Erreuer um die Wiese oder du liest faul im Gras.
00:05:28: Ich wurde sauer, ich hasste es dann pal mir seinen Finger an die Seite bohrte!
00:05:34: Ich liege nicht faul herum, ich denke nach, fauchte ich ihn an.
00:05:37: Mama trägt eine Maske kann sein vielleicht haste dich aber auch verguckt.
00:05:42: und außerdem wo sollen wir denn hin?
00:05:44: Wir können nicht über den Zaun.
00:05:46: Wir können nicht über Den Zaun, efterimich nach.
00:05:49: Natürlich können wir das nicht, wenn mit dem ganzen Tag im Gras liegen.
00:05:53: Du bist wie die Insekten, die du den ganzen Tag beobachtest.
00:05:57: Die machen sich auch über nichts Gedanken und wenn da halt so ein Zaun ist dann ist er halt so einen Zaun!
00:06:02: Jetzt wurde ich richtig sauer... Ich stand auf.
00:06:05: Pal musste mich trotzig.
00:06:08: Obwohl, das stimmt gar nicht.
00:06:09: Du wirst sogar noch schlimmer als die Insekten.
00:06:11: Die versuchen es wenigstens.
00:06:13: Du liest nur auf deinem faulen Arsch?
00:06:16: Das reichte.
00:06:17: Ich trat ihn in den Bauch.
00:06:19: Aber trotz dieses momentanen Vorteils stellt sich auch diesmal wieder heraus, dass Pal einfach der Stärkere von uns beiden war.
00:06:26: Immerhin lieferte ich ihm einen schweren Kampf, der erst endete als wir beide im Teich gelandet waren.
00:06:32: Das kalte Wasser kühlte uns ab und erschöpft legten wir uns ins Gras.
00:06:38: Im Ernstmers sagte er du hast es nicht drauf!
00:06:42: Du wirst immer nur mein kleiner Bruder
00:06:44: bleiben.".
00:06:48: Ich hustete.
00:06:49: Eines Tages krieg ich dich.
00:06:51: Pal richtete sich auf, wischte sich das Wasser aus den Haaren und schaute in die Ferne.
00:06:57: Vielleicht... aber das ist nicht wichtig!
00:07:01: Wir müssen zusammenhalten.
00:07:03: du bist der einzige auf den ich mich verlassen kann.
00:07:05: Irgendetwas stimmt hier nicht.
00:07:08: wir müssen hier weg.
00:07:09: hilfst Du mir oder Nicht?
00:07:12: Wir müssen Zusammenhalten jappste Ich?
00:07:16: Na gut Aber warum erzählst Du mich nicht alles was Alles zum Beispiel dass mit dir und robe?
00:07:23: Was treibt ihr da an der Hütte?
00:07:25: Er schaute mich seltsam an.
00:07:28: Rube?
00:07:29: Das ist doch jetzt egal!
00:07:32: Mir aber nicht, wollte ich sagen.
00:07:33: Sagt er aber... Wenn es egal is', kannst du's doch auch sagen.
00:07:38: Palseufzte Nichts.
00:07:42: Wir machen nichts.
00:07:45: Zweites Kapitel Perro.
00:07:49: Sie prügeln sich schon wieder, sagte Daro.
00:07:52: sie atmete schwer.
00:07:54: Ihre Aufgabe war es sich zu entspannen und dabei ab und zu einen Blick auf die beiden zu werfen.
00:07:59: Ich konnte das nicht.
00:08:01: Ich hatte meinen Kopf zwischen ihren Beinen.
00:08:03: Deswegen murmelte ich nur, lass sie doch!
00:08:07: Sie holte tief Luft.
00:08:08: Immerhin gehören sie zu den letzten ihrer Art und wir sind verpflichtet, sie zu hegen und zu pflegen.
00:08:14: Ich hatte keine Lust zu sprechen.
00:08:17: Sie schob mich sanft weg und richtete sich auf.
00:08:20: Das reicht, sagte sie.
00:08:22: Wir machen heute Nacht weiter.
00:08:25: Schade, na gut, murmelde ich und setzte mich wieder in mein Sessel.
00:08:29: Der Tee war mittlerweile kalt geworden.
00:08:32: Daru richtete ihre Kleidung und atmete tief durch.
00:08:35: Ich fragte mich, warum sie mich noch immer so scharf machte.
00:08:39: Lag es nur an ihr oder lag es auch an dieser entspannten Stimmung?
00:08:43: An diesen endlosen Trägen-Nachmittagen auf der Terrasse?
00:08:47: Für so jemanden wie ich, der in einer hektischen Metropole aufgewachsen war, war diese Ruhe einfach überwältigend und obwohl dieses Projekt nun schon einige Jahre lief, konnte ich davon nicht genug bekommen.
00:09:00: Genauso wie ich anscheinend von Daru nicht genug bekomme.
00:09:05: Sie war so ganz anders als Selk.
00:09:08: friedlich, sanft wie eine zarte Sommerbrise.
00:09:12: Sie haben aufgehört, sagte sie.
00:09:15: Na siehst du?
00:09:16: Kein Grund sich Sorgen zu machen!
00:09:19: Musst Du wirklich morgen zurück?
00:09:21: Ich konnte es unter Ihrer Maske nicht erkennen aber Ihre Stimme klang traurig.
00:09:26: Ja leider die Koordinatorin erwartet unseren Bericht und Selk erwartet Dich ja schon Aber schon gut.
00:09:36: Sie legte eine Hand auf meinem Bein.
00:09:38: In zwei Tagen bin ich wieder da, sagte ich Versuch mal etwas früher zu kommen.
00:09:43: Sapne will übermorgen Nachmittag noch einen Versuch
00:09:46: starten.".
00:09:48: Mit dieser Rubel?
00:09:50: Die scheint mir eine trübe Tasse zu sein!
00:09:53: Sie hat niemand andern, sagte Daro.
00:09:55: Ihr zweiter Schützling ist gestorben.
00:09:58: Ja hab ich gehört, langsam wird es eng.
00:10:02: und außerdem Daro beobachtete die beiden, die langsam Drecks verkrustet zum Haus zurückwanken.
00:10:09: Vielleicht is ja auch unser Pal die Trübetasse.
00:10:14: Drittes Kapitel Merz.
00:10:18: Beim Abendessen beobachtet ich Mama genau.
00:10:21: Es stimmte schon, wenn man genau darauf achtete sah ihr Gesicht schon ein wenig merkwürdig aus.
00:10:27: Sie hatte tiefe Augenhöhlen so tief dass man ihre Augen kaum erkennen konnte und ihre Lippen waren viel schmaler als die von Pahl oder mehr oder die von Robe.
00:10:38: Im Grunde waren sie kaum vorhanden.
00:10:41: auch Papa hatte tiefer Augenhüllen.
00:10:43: kurz überlegte Ich Ob auch er eine Maske trug, aber dann wischte ich den Gedanken weg.
00:10:50: Beim Essen sagte Papa das er für ein paar Tage weggeht – in den Wald.
00:10:55: Pal warf mir nur einen unglaubigen Blick zu.
00:10:59: Später als wir im Bett lagen, sagte Pal … In den Wald!
00:11:03: Glaubst du das?
00:11:04: Was will der
00:11:05: da?!
00:11:07: Ich habe keine Ahnung….
00:11:09: Ich tat so, als wäre ich kurz vorm Einschlafen dabei wieder hellwach.
00:11:14: Vielleicht mag er die Bäume….
00:11:16: Bäume?
00:11:16: Quatsch!
00:11:17: murmelte er.
00:11:19: Da muss es etwas anderes geben.
00:11:21: Kurz darauf merkte ich an seinen gleichmäßigen Atemzügen, dass er eingeschlafen war – beneidenswert.
00:11:29: Irgendwie wollte auch gern wissen was hinter dem Zaun war aber irgendwie auch nicht!
00:11:34: Ich wollte im Gras liegen und meinen Kopf in die Sonne halten und meine Augen schließen.
00:11:38: Ich wollte die Sonnen auf meiner Haut spüren dann ab und zu ganz leicht meine Lieder öffnen den Tanz der Farben beobachten und die Farbklexe unter den geschlossenen Liedern verfolgen Und ich wollte nachts schlafen.
00:11:51: Das wurde immer schwieriger.
00:11:53: Etwas hatte sich verändert, Ich konnte nichts dagegen tun.
00:11:57: Palz schlief immer sofort ein.
00:12:00: Er krakelte den ganzen Tag herum aber nachts lief er wie ein Baby – ich nicht!
00:12:05: Ich fühlte dieses Pochen zwischen meinen Beinen.
00:12:08: Ich rieb mir die Oberschenkel bis mich auf den Unterkiefer Aber es ließ nicht nach.
00:12:13: Besonders schlimm wurde es wenn ich diese Geräusche aus dem Zimmer von Mama und Papa hörte.
00:12:19: Dann wurde ich so unruhig, dass sich mich leise nach draußen schlich.
00:12:23: Ich lief durch das Gras bis zum Teich – bis zum Zaun legte mich auf den Baumstamm und klammerte ihn, rieb mein Unterkörper dagegen.
00:12:33: Schnell und immer schneller, bis ich stöhnt und zusammenzuckte!
00:12:37: Dann war alles vorbei, das Pochen war weg und ich atmete tief durch.
00:12:42: Dann schlich ich mich ins Haus zurück.
00:12:44: ganz langsam und auf jede Diele achten schlich ich mich in mein Zimmer und kroch ins Bett.
00:12:50: Ich war erleichtert, müde, schlief dann meistens schnell ein aber ich wusste das pochen würde wieder kommen und es kam wieder immer öfter immer schneller.
00:13:04: Viertes Kapitel Perro.
00:13:07: Das Frühstück hatte sich ganz schön in die Länge gezogen.
00:13:10: Es fehl mir jedes mal schwerer dieses Haus unser Haus zu verlassen.
00:13:14: auch Daro drückte mich dieses Mal etwas stärker als sonst.
00:13:18: Die letzte Nacht mit ihr war besonders intensiv gewesen, auch wenn ich wie üblich –wenn ich am nächsten Morgen zur Basis aufbrechen musste– danach kaum einschlafen konnte.
00:13:28: Merz schien es ähnlich zu gehen!
00:13:31: Er wär nachts noch durchs Haus gestromert und war über die Wiese gelaufen.
00:13:35: Schon lustig, wie die beiden immer betont langsam durchs Haustamften und sich dabei einbildeten, man könnte sie nicht hören.
00:13:43: Diese Spezies sieht und riecht nicht nur schlecht, auch ihr Gehör scheint unterentwickelt zu
00:13:47: sein.".
00:13:49: Kurz hatte ich überlegt aufzustehen und ihm zu folgen, konnte mich aber dann doch nicht aufraffen.
00:13:55: Der Weg durch den Wald bis zum Landeplatz des Gleiters war wie immer etwas mühselig – ständig musste man über abgestorbene Äste und Schlingen steigen!
00:14:04: Der Gleiter flog erst langsam ganz dicht über dem Baumkronen.
00:14:09: Erst als wir wirklich außer Sichtweise waren, gewann er an Höhe und erhöhte die Geschwindigkeit.
00:14:15: Ich schaute mich noch einmal um….
00:14:17: Das Haus war gerade noch zu erkennen wenn auch nur als winziger schwarzer Fleck in einem endlos wirkenden Meer aus Bäumen.
00:14:25: Ganz so endlos war der Wald dann aber doch nicht!
00:14:28: Bald ging er über in eine zunächst morastige und dann mit niedrigen Büschen sporadisch bewachsende sandige Ebene.
00:14:36: Archäologische Stichproben hatten die Auswertung der Scytlidienaufnahmen bestätigt, man fand die Grundmauern großer Gebäudekomplexe.
00:14:46: hier stand einstmals einer ihrer Städte.
00:14:49: Sie musste sich fast bis zum Ozean erstreckt haben.
00:14:52: Auf einer Anhöhe am Ufer befand sich die Basis.
00:14:57: Ich flog direkt zu unserer Wohneinheit.
00:15:00: Die Koordinatorin wartete auf meinem Bericht, aber Selk hatte sich ein paar Tage frei genommen und ich wollte sie nicht warten lassen.
00:15:09: Ich sah nur ihren Rücken, sie saß am Fenster dem Blick aufs Meer und machte keine Anstalten sich umzudrehen.
00:15:17: Na lässt du dich auch mal wieder blicken?
00:15:20: Nun galt es behutsam vorzugehen.
00:15:22: Ich setzte mich neben sie und legte meine Hand auf ihr Bein.
00:15:26: Ihre Augen waren trüb, aber nicht wirklich dunkel – die war also nicht tiefergehend
00:15:30: verärgert.".
00:15:32: »Wartest du schon lange?« fragte ich vorsichtig.
00:15:36: Sie schob meine Hand weg.
00:15:38: »Lange genug!
00:15:39: Aber kein Problem, das ist schon okay.
00:15:42: Schließlich ist ein Arbeitsplatz ja hinter den Ruinen und dem Wald.
00:15:45: Ich muss dir nur an einen ganzen Kontinent überfliegen.
00:15:49: Ich wollte ja früher los, aber das bei meinem Job manchmal nicht so einfach.
00:15:53: Die beiden halten uns im Moment ganz schön auf Trab.
00:15:56: – Die beiden halten uns im moment ganz schön Auf Trab, effte sie mich nach!
00:16:01: Uns auf Trap?
00:16:02: Wir sind ja eine Gemeinschaft bla-bla.
00:16:05: Wahrscheinlich konntest du dich nicht von deiner Daro looseisen und nimm endlich diese Maske ab.
00:16:10: das sehr gruselig.
00:16:12: Bezüglich der Einschätzung der Tiefe ihrer Verärgerung hatte ich mich geirrt.
00:16:17: Ich war kurz davor ihr die Wahrheit zu sagen über mich und Daro Aber ich wusste auch, dass selbst Bruder ein Freund der Koordinatoren war.
00:16:25: Das wäre das Ende meiner wissenschaftlichen Karriere gewesen.
00:16:30: Daru ist nur eine Kollegin!
00:16:31: Das weißt du ganz genau, sagte ich deshalb nur Matt.
00:16:35: Oder soll ich wissen was ihr da in euren Hütten treibt?
00:16:38: Mir reichte es.
00:16:40: Ich stand auf und ging ins Bad.
00:16:42: Eigentlich wollte ich aus Trotz die Maske noch etwas länger tragen aber ich wollte nicht noch Öl ins Feuer gießen.
00:16:49: Sie folgte mir und trappierte sich mit verschränkten Armen am Türrahmen.
00:16:54: Ich verstehe diesen ganzen Aufwand sowieso nicht.
00:16:56: Wieso zappte ich einfach Sam und Eizelle ab und befruchtet in Vitro?
00:17:00: Das wäre doch schneller und effektiver!
00:17:04: Das sind vernunftbegabte Wesen, wir müssen ihnen die Gelegenheit geben an einer gewachsenen sozialen Struktur aufzuwachsen.
00:17:11: Da sind sie so ähnlich wie wir – der Nachwuchs braucht intensive Betreuung und Geborgenheit.
00:17:17: Geborganheit… Wiederholte sie traurig.
00:17:21: Ihr Ärger schien plötzlich verflogen.
00:17:23: Die brauche ich auch manchmal... Sie ging wieder zurück ins Wohnzimmer.
00:17:28: Verdammt, nun tat sie mir fast wieder leid.
00:17:31: Ich setzte mich neben sie und nahm sie in den Arm.
00:17:35: Die hast du doch sagt ich mit einem letzten Rest von Überzeugungskraft Ich bin doch da.
00:17:43: Manchmal bist Du Da Aber die meiste Zeit bist Du bei Deiner Daro Und Deinen Probanden.
00:17:50: Das ist dein eigentliches Leben!
00:17:52: Ich Bin nur eine Wochenendaffäre.
00:17:56: das ist doch nur meine Arbeit mein Projekt.
00:17:59: du bist mein Leben.
00:18:01: Ich hatte mir vorgenommen, mich zurückzuhalten.
00:18:04: Aber nun, ihren bebenen Körper an meinen Armen konnte ich nicht
00:18:07: widerstehen.".
00:18:09: Die Kupulation war kurz aber überraschend heftig.
00:18:12: Danach lagen wir lange nebeneinander und spiegen.
00:18:18: »Ich bin müde« sagte Selk schließlich und rollte sich zusammen.
00:18:22: «Ich habe mir das alles anders vorgestellt – damals als wir Exobiologie studiert haben.
00:18:29: Ich dachte, wir machen solche Projekte zusammen!
00:18:32: Das können wir auch noch», sagte ich aufmunternd.
00:18:35: Es dauert nicht mehr allzu lange und die beiden stehen auf eigenen Füßen, und ich kann mich anderen Dingen widmen.
00:18:42: Ich müsste nur noch ganz selten bei Ihnen vorbeischauen und nach dem Rechten
00:18:45: sehen.".
00:18:47: Du hättest mit mir in den Süden kommen können", sagte sie mit geschlossenen Augen.
00:18:53: Ja aber hier geht es darum, die vernunft begabte Rasse dieses Planeten zu retten!
00:18:57: Wir können doch so viel von ihnen lernen.
00:19:00: Können wir das?
00:19:02: Ich bin mir da nicht sicher.
00:19:04: Sie haben es fast geschafft ihren Planeten uns selbst zu zerstören... Ich habe dir doch erzählt von dieser neuen Art, die wir neulich entdeckt haben.
00:19:13: Du meinst ihre Verwandten, die in dem Bäumen leben?
00:19:16: Genau, murmelte sie.
00:19:18: Sie sind schlau aber wahrscheinlich nicht wirklich intelligent.
00:19:22: Aber was noch nicht ist kann ja noch werden.
00:19:25: Vielleicht sollten wir ihnen diesen Planeten überlassen.
00:19:29: Dafür ist es zu spät wollte ich noch sagen Dieser Planet gehört jetzt uns... ...aber ich merkte dass ihr schon eingeschlafen war.
00:19:38: Bei Selk wusste man nie so genau was allen erwartet.
00:19:41: Sie war meistens nicht gut drauf, aber es gab auch Ausnahmen.
00:19:46: Bei der Koordinatorin war die Sache klar – sie hatte immer schlechte Laune!
00:19:51: Sie schien diesen Planeten zu hassen.
00:19:53: Sie rieb sich immer die Stirn so als hätte sie ständig Kopfschmerzen.
00:19:58: Irgendwie schien sie das Licht nicht zu vertragen.
00:20:00: In ihrem Büro waren die Vorhänge stets
00:20:02: zugezogen.".
00:20:05: Also Perot, sagte sie mit belegter Stimme, habe ich schon erwähnt, dass ich dieses Projekt schwachsinnig finde?
00:20:12: Das erwähnst du jedes Mal, sagt ich ungerührt und ich erwähne jedes mal dass es vom Vorstand genehmigt worden ist.
00:20:21: Ja ja der Vorstand ist aber auch fein raus!
00:20:24: Er hat das einmal genehmigt und damit ist die Sache für ihn erledigt.
00:20:27: Er muss nicht wie ich ständig diese öden Berichte lesen.
00:20:31: Das ist dein Job dafür wirst Du angemessen bezahlt, sagte ich.
00:20:37: Angemessen?
00:20:38: Das sehe ich anders, aber ist ja auch egal jedenfalls... Und überhaupt was erwartest
00:20:43: du?!
00:20:43: Unterbrache ich sie.
00:20:45: Das ist nun einmal ein Langzeitprojekt, da es schwer jedes Mal einen fesselnden Bericht abzuliefern.
00:20:52: Möglich aber!
00:20:52: Ich habe den Verdacht das zu deiner Berichte wie soll ich sagen?
00:20:55: möglichst einfach hältst und bestimmte Details nicht erwähnst zum Beispiel warum die bisherigen Paarungsversuche erfolglos geblieben sind.
00:21:05: vielleicht hatte sich Kopfschmerzen aber verbötet war sie nicht dachte ich dass es schwer zu sagen wir müssen behutsam vorgehen sagt ich beschwürfen.
00:21:14: Es handelt sich quasi fast um die letzten ihrer Art, da dürfen wir uns keinen Fehler erlauben.
00:21:21: Arten sterben aus – das war immer schon so und es wird auch immer so sein.
00:21:25: Dieser Art konnte sich anscheinend nicht an veränderte Bedingungen anpassen.
00:21:29: Warum sie also künstlich erhalten?
00:21:32: Ich lehnte mich etwas nach vorn!
00:21:35: Ich weiß du bist keine Biologin aber du bist doch vielseitig interessiert.
00:21:39: Hast Du denn überhaupt keine Ahnung was das Auffinden dieser Spezies für uns bedeuten
00:21:43: könnte?!
00:21:45: Wie viele Planeten haben wir bisher kolonisiert oder zumindestens erforscht?
00:21:49: Hunderte.
00:21:50: Auf einigen existiert Leben, oftmals aber nur in primitiver Form.
00:21:56: Dies ist erst der zweite Planet mit einer intelligenten Rasse – eine Art, mit der wir uns austauschen könnten.
00:22:02: Lebewesen, mit denen wir von gleich zu gleich kommunizieren können!
00:22:07: Kannst du dir vorstellen wie wichtig das ist?
00:22:10: und da sollen wir ruhig zusehen, Das kann nicht dein Ernst sein.
00:22:17: Auch sie lehnte sich nach vorn, unsere Stirnen berühmten sich fast.
00:22:23: Erstens ist dieser Austausch von dem du sprichst anscheinend gar nicht möglich!
00:22:27: Die erwachsenen Exemplare die wir aufgegriffen haben sind nach kurzer Zeit gestorben wie dir ja wohl bekannt sein dürfte und ihre Sprösslinge die ihr unter erheblichen Kosten wie man ja wo mal erwähnt darf aufzieht gleichen mittlerweile eher unseren eigenen Kindern.
00:22:43: Sie können ja nicht einmal ihre eigene Sprache.
00:22:46: Was willst du von denen erfahren?
00:22:49: Zweitens geht es hier nicht darum, was man ernst ist oder nicht.
00:22:53: Das Konsortium sitzt mir im Nacken.
00:22:55: Die wollen langsam Ergebnisse sehen Oder sie stellen die Zahlung ein – das geht ganz schnell!
00:23:00: Sie lehnte sich wieder zurück und rieb sich stöhnt die Schläfen.
00:23:04: Sie hatte wirklich Kopfschmerzen.
00:23:06: Ich begriffe dass die Lage ernst war.
00:23:09: Vom Konsortiums konnte man nicht viel erwarten.
00:23:12: Die waren nur daran interessiert, diesen Planeten möglichst schnell gemögliches Gewinn bringt auszubeuten.
00:23:18: Und im Grunde war auch allen klar, warum sie dieses Projekt überhaupt unterstützten.
00:23:23: Die offizielle Begründung war voll der Herrenworte aber eigentlich ging es ihnen nur darum eine einheimische Arbeiterklasse die mit den hiesigen Bedingungen vertraut war heranzuzüchten.
00:23:34: Ich stellte mich hinter Sie und begann Brutz am ihre Kopfhaut zu kneten.
00:23:40: Schmerzen sind grauenhaft sagte sie stöhnt.
00:23:43: Ich schlafe in letzter Zeit auch besonders schlecht.
00:23:45: Ich kann mich einfach an die langen Tage auf diesem Planeten nicht
00:23:48: gewöhnen.".
00:23:50: Wie soll man da einen klaren Gedanken fassen?
00:23:54: Ja, das kann ich mir vorstellen, sagte ich.
00:23:56: Besonders wenn man so viel Verantwortung trägt wie du!
00:23:59: Ich beugte ihren Kopf nach hinten und begann auch ihren Oberkörper zu massieren.
00:24:04: Ihr Stöhn ging ihn ein wohliges Murmeln über.
00:24:07: Entspann dich.
00:24:09: Ich senkte meine Stimme als sich ihre Körpermittel erreichte.
00:24:13: Sie reagierte heftig.
00:24:15: Ihr Griff war fest, die Kooperation kurz aber intensiv.
00:24:19: Ganz schmerzfrei war das nicht.
00:24:22: Ihr Organ war für meinen Geschmack etwas zu groß.
00:24:25: Ich hatte einen etwas watschenden Gang als ich das Büro wieder verließ Fast so wie die Einheimischen.
00:24:32: Aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft?
00:24:37: Fünftes Kapitel... Meers!
00:24:41: Ich war wie verzaubert.
00:24:43: Wieder durchströmte dieses warme Gefühl meinem Körper.
00:24:46: Ich war gleichzeitig fürchterlich aufgekratzt und völlig entspannt.
00:24:51: Neben mir saß das Wundervollste geschöpft, was ich je gesehen hatte – Rube!
00:24:57: Und diesmal war sie mir so nah wie nie zuvor.
00:25:00: Ich brauchte nur die Hand auszustrecken um sie berühren.
00:25:04: Rube sagte nichts, sie musste nicht sagen Sie musste einfach nur da sein.
00:25:10: Sie bewegte sich kaum Aber wenn sie es tat Wenn sie sich auch nur die Nase kratzte Hat er etwas Magisches.
00:25:18: Sie warfen mir nur einen kurzen Blick zu, aber dieser Blick ging mir durch Mark und Bein.
00:25:24: Wir saßen alle auf der Terrasse.
00:25:26: Sapne – ihre Mama hatte ihre Hand in die von Par gelegt, der sie aber genervt nach einiger Zeit wieder zurückgezogen hatte und mit verschränkten Armen auf dem Boden starte.
00:25:37: Ich verstand ihn nicht!
00:25:39: Ich hätte alles dafür getan an seiner Stelle zu sein….
00:25:43: Aber komischerweise erschien auch Ermie in diesem Moment besonders anziehend so als strahlte er irgendwas
00:25:48: aus.".
00:25:50: Aber dies alles war nur ein kurzer Moment.
00:25:53: Sabne und Papa führten die beiden bald zu der kleinen Hütte, verspannen mit ihnen darin und kehrten nach kurzer Zeit allein zurück.
00:26:01: Ich schaute Hilfe suchen zu Mama, suchte ihren Blick aber ich sah nur in leere Augenhöhlen.
00:26:08: Sechstes Kapitel?
00:26:10: Perro!
00:26:12: Sabne sah gut aus – nicht so gut wie Dara oder Selk, aber sie hätte etwas Anziehendes.
00:26:19: Sie war ein paar Jahrgänge überm Meer und war schon wesentlich länger auf diesem Planeten.
00:26:26: Schon damals war mir ihre Zielstrebigkeit aufgefallen, sie war sehr genau, Ihre Maske saß sehr akkurat.
00:26:34: Erst als wir uns ein wenig vom Haus entfernt hatten schien sie sich etwas zu entspannen Und ihre Bewegungen wurden natürlicher.
00:26:40: Wir vertragen uns etwas die Beine.
00:26:43: Daru war mit Meers im Haus geblieben.
00:26:46: In der Nähe des Sounds setzten wir uns ins Gras.
00:26:51: Hoffentlich klappt es diesmal sagte sie und warf einen Bangenblick auf die kleine Hütte neben dem Haus.
00:26:57: Diese bestand eigentlich nur aus einem einzigen Raum mit einer Schlafgelegenheit, und bequem Sitzgelegenheiten aller Art.
00:27:05: In der Mitte ein Tisch mit regionalen Früchten- und Süßspeisen das einzige Fenster abgedunkelt, der Boden und die Wände gepolstert.
00:27:14: Daru hatte sogar einige Sportgeräte hineingestellt.
00:27:18: Leider wussten wir recht wenig über die Paarungsgewohnheiten dieser Rasse genauer gesagt gar nichts.
00:27:24: Ich hatte den Verdacht, dass wir viel zuviel aus unserer Perspektive deuteten.
00:27:29: Sabnes Schützling-Rube – der weibliche Part – machte wie gesagt keinen besonderen Eindruck auf mich.
00:27:36: Sie wirkte auf mich irgendwie Träge.
00:27:38: Pal war da schon wesentlich lebendiger!
00:27:42: «Ich hab das von Deiner Probandin gehört», sagte ich.
00:27:45: «Tut mir leid…».
00:27:46: »Sie war jünger oder?«.
00:27:48: Probanden, sagte sie traurig.
00:27:50: Das klingt so technisch...sie war fast wie meine Tochter.
00:27:55: Entschuldige, wenn ich mich unsensibel ausgedruckt habe.
00:27:59: Schon gut Perro du hast ja recht.
00:28:01: Trotz allem sollte man eine wissenschaftliche Distanz bewahren.
00:28:05: Das fällt manchmal schwer nach all den Jahren Und es war ein Schock abgesehen von der emotionalen Bindung.
00:28:11: Sie waren auch so jung!
00:28:13: Bisher sind wir davon ausgegangen dass wir nur die älteren Exemplare mit unseren eingeschleppten wehren töten Aber in letzter Zeit sterben auch Jüngere.
00:28:23: Rube ist meine letzte Hoffnung.
00:28:24: Es muss endlich was passieren.
00:28:27: Deswegen wolltest du jetzt etwas offensiver vorgehen?
00:28:30: Genau, das wollte sie wirklich.
00:28:33: Als wir mit den beiden in der Hütte waren hatte sie darauf bestanden dass wir sie entkleiden und ihnen die Augen verbinden.
00:28:39: Palt schien nicht sehr glücklich darüber gewesen zu sein aber das war ja nie.
00:28:44: Rube hatte alles still über sich ergehen lassen.
00:28:48: Das klappt schon sagt ich ohne große Überzeugung.
00:28:51: Die Natur bahnt sich ihren Weg wenn ich bedenke wie wir in diesem Alter waren.
00:28:56: Ja schon sagte sie nachdenklich und fast dann wenig riskiert, aber vielleicht sind sie auch ganz anders als wir.
00:29:03: Vielleicht gibt es eine Komponente die wir die ganze Zeit übersehen?
00:29:08: Aber es muss doch irgendetwas ursprünglich etwas Schemisches zwischen den Geschlechtern geben!
00:29:14: Etwas das so stark ist dass ihr die vielleicht nicht optimalen äußeren Umstände vergessen lässt.
00:29:20: Wir paren uns doch auch manchmal an den unmöglichsten Orden und zu dem unmöglichste Zeitpunkt.
00:29:26: Sie schaute mich seltsam an.
00:29:28: Du meinst zum Beispiel, wie wir jetzt und hier zwei Wissenschaftler im tiefen Gras die mit Spannung auf das Ergebnis eines Paarungsversuchs warten?
00:29:38: Zwei Wissenschaftler ließ sich schon während der gemeinsamen Ausbildung interessant fanden aber nie die Gelegenheit hatten ihre Beziehungen zu vertiefen.
00:29:47: Zum Glück trug ich die Maske sonst hätte sie mich verblüfft gesehen Und ich kannte sie zu wenig um abzuschätzen ob das eine Einladung war.
00:29:56: Genau sagt dich deshalb leicht hin.
00:29:59: Auch in unserem Alter kann es noch passieren Ob wir uns im Allgemeinen natürlich ja schon im Griff haben.
00:30:05: Natürlich, sagte sie und schaute kurz in die Ferne.
00:30:09: Hatte Sie eine andere Reaktion erwartet?
00:30:11: oder bild ich mir das nur ein?
00:30:14: Wie sollte jemand der nicht einmal das andere Geschlecht seiner eigenen Spezies deuten konnte, die zwischen geschlechtlichen Beziehungen von Arten anderer Planeten beurteilen?
00:30:24: Also, sagte ich um die Situation wieder aufzulockern... Hast du irgendwelche Vermutung warum bis jetzt alle Versuche Pflegelschlagen sind?
00:30:34: Naja!
00:30:35: Die Datenlage ist äußerst dünn, wie du herweißt.
00:30:38: Es wäre interessant gewesen eine intakte Familiengemeinschaft zu finden.
00:30:43: Die Erwachsenen-Exemplare die wir aufgegriffen haben waren ja alle Einzelgänger.
00:30:47: Sämtliche Kinder, die wir betreuen, fand man allein im Wäldern als seien sie ausgesetzt worden.
00:30:54: Wie deutest du das?
00:30:56: Schwer zu sagen!
00:30:58: Vielleicht haben Sie doch eine andere Sozialstruktur.
00:31:01: vielleicht unternehmen Sie ausgedehnte Nahrungssuchen und lassen die Kinder eine Zeit lang deswegen alleine.
00:31:06: Vielleicht sind diese Kinder auch gar nicht ausgesetzt worden und die Erwachsenen waren keine Einzelgänger.
00:31:12: Es gibt viele Theorien, aber die Sozialstruktur ist in diesem Zusammenhang doch nicht so wichtig oder?
00:31:18: Sie säufste.
00:31:20: Leider wissen wir nicht was wichtig ist!
00:31:22: Aber du hast schon recht... vielleicht ist es einfacher.
00:31:25: Vielleicht haben die Geschlechter einfach das Interesse aneinander verloren.
00:31:30: Ich war überrascht.
00:31:31: Du meinst so etwas wie Asexualität.
00:31:34: Aber wie hätte sich das ausbreiten sollen?
00:31:36: Ich meine evolutionär.
00:31:39: Vielleicht eine Reaktion auf die Krise, vielleicht eine zufällige Gehendrift... Da gibt es viele Möglichkeiten!
00:31:46: Daru glaubt er dass sie in einer Art Brunft geraten müssen, dass sie vielleicht nur wenige fruchtbarer Tage im Jahr haben.
00:31:53: Ja interessant sagt den Sapne nachdenklich.
00:31:56: an so etwas habe ich auch schon gedacht.
00:31:59: andererseits wenn man sich die Größe ihrer früheren Städte anschaut muss die Bevölkerungszahl damals sehr hoch gewesen sein.
00:32:07: Ich glaube kaum, dass man das mit so einem eingeschränkten Fortpflanzungszyklus erreichen kann.
00:32:13: Außerdem wäre so eine Brunftzustand kaum mit einer geordneten Zivilisation vereinbar.
00:32:19: Weiß nicht!
00:32:20: Das muss nicht sein, sagte ich.
00:32:22: Wenn es stabile Paarbeziehungen gab und ich denke, dass das eine Voraussetzung für ein Leben in Städten ist, kann man so einen Zustand ritualisieren.
00:32:31: Vielleicht auch nicht?
00:32:34: Wir tappen im Dunkeln.
00:32:37: Ja genau Und unsere Probanden werden nicht allzu viel Licht in dieses Dunkel bringen.
00:32:41: Sie sind von uns aufgezogen worden, sie sprechen unserer Sprache und sind von Uns geprägt worden.
00:32:47: Wahrscheinlich sind sie uns ähnlicher als die Erwachsenen ihrer eigenen Art.
00:32:51: Sie rieb sich ihr Gesicht ihre Maske schien zu jucken aber da wir noch ein Sichtweise des Hauses waren wagte sie nicht sie abzunehmen.
00:33:01: Die Linguisten sind wahrscheinlich noch keinen Schritt weiter.
00:33:03: oder hakte ich nach?
00:33:05: Ich habe das nicht mehr so verfolgt in der letzten Zeit.
00:33:08: Tja, du hattest so etwas anderes zu tun.
00:33:11: Wie meinst du das?
00:33:12: Naja Du und Daro wenn man euch so zusammen sieht Da ist doch was im Busch.
00:33:17: oder war das so offensichtlich?
00:33:21: Wir sind nur Kollegen sagt ich raschen.
00:33:24: natürlich ihr verschädelt ganz gut Ist doch schön.
00:33:27: Wenn man so eng zusammenarbeitet kann es schon mal vorkommen dass die grenze zwischen Arbeit und privaten etwas wie soll Ich sagen verschwimmt da verschwimmt nichts sagt ich bockig.
00:33:38: Vielleicht ist es bei dir.
00:33:39: und wie hieß der nochmal gleich?
00:33:41: Anders.
00:33:42: Wie kommt ihr eigentlich miteinander klar?
00:33:46: Er stinkt, sagte sie und trieb sich wieder das Gesicht.
00:33:49: Manchmal nervt mich diese Maske besonders dieses große Riechorgan bitten im Gesicht äußerst unpraktisch.
00:33:56: Dass das einem auch noch ein bisschen die Sicht verdeckt dann muss ich mich erst mal gewöhnen.
00:34:01: Meinst du ich könnte Sie mal für einen Moment abnehmen?
00:34:05: Ich schaute mich um... Da hinten ist ein kleiner Hügel.
00:34:08: wenn wir uns dort flach hinlegen Kann man uns vom Haus aus nicht sehen, außerdem ist das Grasort besonders hoch.
00:34:15: Na dann?
00:34:17: Als wir zum Haus zurückgegen betont langsam und unerfällig hoffte ich dass der Hügel hoch genug gewesen war.
00:34:24: Natürlich hatten wir nicht nur die Masken abgenommen Das Leben steckte doch immer wieder voller Überraschung.
00:34:30: Sabne war gierig gewesen wie ausgehungert Ihr Organ zuckte und pulsierte Sie bis mich glücklicherweise anstellen, die ich mit meiner Kleidung bedecken konnte.
00:34:40: Auch darauf hat sie selbst in der wildesten Raserei geachtet.
00:34:44: Selzamerweise hatte ich Daro gegenüber ein schlechtes Gewissen und wollte unbedingt vermeiden, dass sie davon erfährt.
00:34:50: Natürlich war ihr bewusst das sie mich auch ab und zu mit Selk parte aber das war irgendwie etwas anderes.
00:34:57: Selk hatte da sozusagen ältere Rechte.
00:35:00: eine neue Lesion würde Darro wahrscheinlich nicht so einfach tolerieren.
00:35:03: Da war ich mir sicher lustig.
00:35:06: eigentlich Artfremde Betrachter würden diese Unterschiede kaum verstehen.
00:35:10: Vielleicht war das auch gar nicht so ungewöhnlich, dass wir die Paarungsgewohnheiten dieses Planeten möglicherweise völlig missverstanden.
00:35:18: Zum Glück war Sapne wie immer äußerst akkurat – auch in diesen Dingen!
00:35:22: Mit akribischer Sorgfalt hatte sie sich wieder ihre Maske aufgesetzt und ihre Kleidung geglättet.
00:35:28: Als wäre nichts gewesen, setzte sie sich an den Küchentisch, auf denen Daru schon einen dampfenden Topf gestellt hat.
00:35:41: Ich aber kannte sie schon zu gut.
00:35:47: Meers wirkte nervös, zappelte unruhig hin und her.
00:35:52: Sollen wir mal nachschauen fragte Sapne ohne Daros Frage zu beantworten?
00:35:57: Vielleicht geben wie ihn noch etwas Zeit, sagte ich unschlüssig.
00:36:01: Zeit wofür?
00:36:02: fragte Meers!
00:36:03: Ich war überrascht – sehr ungewöhnlich dass er sich einmischt, eher der sonst immer so schweigsam war.
00:36:10: Na ja zum Kennen lernen, sagte Daro.
00:36:14: Warum müssen Sie sich
00:36:15: kennenlernen?!
00:36:16: Merz zupfte sich nervös an seinen großen Riechorgan.
00:36:20: Sag mal, Merz, willst du nicht noch am wenig spazieren gehen vor dem Abendessen?
00:36:24: fragte ich und deutete auf die Tür.
00:36:27: Merz schaute mich finster an, stand dann aber doch auf und ging nach draußen.
00:36:32: Sabne stand auf, schaut aus dem Fenster und vergewisserte sich das er sich vom Haus entfernt hatte.
00:36:38: Okay!
00:36:39: Schauen wir uns hier Aufzeichnung an, sagte sie.
00:36:42: Mit meinem Armband projizierte ich ein Bild auf den Küchentisch.
00:36:46: Die Qualität war nicht die beste Aber die beiden waren klar zu erkennen.
00:36:51: Kurz nach den Betreten der Hütte hatten sie sich ihre Körper notdüftig mit Decken verhüllt, Pal hatte sich suchend umgesehen, Rube hatte sich mit verschränkten Armen auf einen Sessel gesetzt und verharterägungslos – Sie war wirklich eine trübe Tasse!
00:37:07: Pal hatte hektisch die Hütthe durchsucht unter jedes Möbelstücke schaut und die Wände betastet.
00:37:13: Dann war das Bild verschwunden.
00:37:15: Wie durch ein dunklen Schleier waren nur noch grobe Schämen zu erkennen.
00:37:19: Er hat die Kamera abgedeckt, sagte Daro verblüfft.
00:37:22: Ich war perplex!
00:37:23: Wie kann er das wissen?
00:37:25: Was?!
00:37:26: Ihr habt nur eine Kamera installiert?
00:37:28: Sapne schaute mich fassungslos an.
00:37:31: Du kennst die dritte Direktive, sagte Daro Wir sollen sie von technischen Geräten fernhalten.
00:37:36: Sapne sprang auf.
00:37:38: Ja aber so eine Kamera kann doch auch immer zufällig verdeckt werden.
00:37:41: wir müssen sofort nachsehen.
00:37:43: ich weiß nicht.
00:37:44: vielleicht wollte Palno ein wenig Privatsphäre.
00:37:47: warfe ich ohne große Überzeugung ein Privatsphäre?
00:37:51: Quatsch!
00:37:51: Die wissen noch gar nicht, was das ist.
00:37:53: Sabne lief aus dem Haus – wir folgten ihr.
00:37:56: Sabna erreichte als Erste die Hütte.
00:37:58: Sie schaute kurz hinein und drehte sich zu uns um.
00:38:01: «Sie sind weg», sagte sie.
00:38:05: Siebtes Kapitel… März.
00:38:08: Ich sah Palund Rube am Tor.
00:38:10: Er hockte im Gras und durchwühlte Vaters Jacke.
00:38:13: Er musste sie unbemerkt vom Haken genommen haben.
00:38:17: Was machst du da fragte ich?
00:38:19: Saar dabei aber Rube an.
00:38:21: Sie wirkte wie benommen.
00:38:22: Es war unmöglich zu sagen, was in ihr vorging.
00:38:25: Frag nicht so blöd!
00:38:26: Hilf mir
00:38:26: lieber!".
00:38:28: Wobei?
00:38:28: Was hast du
00:38:29: vor?!
00:38:30: Was willst Du mit der
00:38:30: Jacke?".
00:38:32: Hier muss irgendetwas sein", sagte er hektisch.
00:38:35: Als Papa das letzte Mal durch das Tor gegangen ist, habe ich ihn genau beobachtet.
00:38:39: Er hat in seine Jackel gegriffen und das Tor aufgegangen.
00:38:43: Also muss hier irgendwas... er hielt inne und warf sich flach ins Gras.
00:38:50: Rube hockte sich gehorsam hin, ich kauerte mich neben Parl.
00:38:54: Sie gehen zur Hütte, flüsterte er.
00:38:57: Tatsächlich sah ich wie drei Gestalten über die Veranda huschten.
00:39:00: Papa, Mama und Sabne.
00:39:03: Wir haben nicht mehr viel Zeit, sagte er und durchknetete Dieacke.
00:39:07: Hier muss irgendein Gerät sein aber da ist nichts!
00:39:10: Voller Wut war für Dieackel gegen den Zaun.
00:39:13: Das Tor öffnete sich langsam.
00:39:16: Theacke is das Gerät.
00:39:17: Parl sprang auf und rannte auf der anderen Seite.
00:39:21: Er schaute sich zu uns um.
00:39:23: Was ist?
00:39:23: Kommt
00:39:23: ihr?".
00:39:26: Rube folgte ihm ohne zu zögern, ich stand noch einen kleinen Moment unschlüssig am Zaun.
00:39:31: Ich dachte an meine Eltern die mir in letzter Zeit so fremd geworden waren Die mir vielleicht immer schon fremdd gewesen waren... Ich dachte an das Haus dass mir so vertraut war und ich dachte an den dunklen Wald.
00:39:44: Aber im Grunde hatte ich keine Wahl!
00:39:45: Ich konnte Pal unmöglich alleine mit Rube gehen lassen.
00:39:50: Achtes Kapitel Perro.
00:39:53: Als es dunkel wurde, gaben wir die Suche auf.
00:39:56: Der Wald wirkt schon tagsüber dunkel und undurchdringlich.
00:39:59: Zudem war es kühl geworden.
00:40:01: Niedergeschlagen kehrten wir zum Haus zurück Nur eine Kamera installiert.
00:40:06: unfassbar schimpfte Sapne.
00:40:08: Sie konnte sich immer noch nicht beruhigen.
00:40:10: Wir haben ihn unterschätzt sagte Daru selbst kritisch.
00:40:13: Wer konnte das ahnen?
00:40:14: Auch zehn Kameras hätten sie nicht zurückhalten können.
00:40:18: Und was lässt du deine Jacke einfach so am Türrahmen hängen zitterte Sapne weiter.
00:40:23: Soll ich sie jedes Mal einschließen?
00:40:25: Allmählich nervte sie mich.
00:40:26: Wir versuchen hier so etwas wie Normalität aufkommen zu lassen.
00:40:30: Tolle Normalität, fauchte Sabne!
00:40:32: Jetzt sind die beiden weg.
00:40:34: Ihr wisst doch was das für die Spezies bedeuten kann.
00:40:37: Morgen finden wir sie, sagte Daru.
00:40:40: Sie können nicht weit sein.
00:40:42: Wir saßen am Küchentisch.
00:40:44: Ich berührte den Topf.
00:40:45: Die Suppe war mittlerweile kalt geworden.
00:40:48: Draußen war es Stockfinster und ich verspürte wenig Lust die Nacht mit dem Beiden zu verbringen.
00:40:53: Ich fliege rüber in die Zentrale und rede mit der Koordinatorin, sagte ich.
00:40:56: – Ich werde versuchen einen Suchtrupp zu organisieren!
00:40:59: – Ruf sie doch einfach an, sagte Sabne.
00:41:03: – Nee, ein persönliches Gespräch ist da besser.
00:41:07: Ich werde Sie überzeugen müssen.
00:41:08: Sie hat wahrscheinlich wenig Drang noch mehr Geld in dieses Projekt zu investieren.
00:41:14: Neuntes Kapitel, März.
00:41:17: Wir waren völlig außer Atem.
00:41:19: Ich war noch nie so lange gerannt.
00:41:20: Es war eine völlig neue Erfahrung, einfach weiter zu rennen ohne irgendwann auf einen Zaun zu treffen.
00:41:26: Natürlich stolperten wir ständig über irgendwelche Baumwurzeln und natürlich war mir der Wald nach wie vor unheimlich, aber durch die Anstrengung achtete ich kaum darauf.
00:41:36: Robe hielt gut mit – sie sagte kein Wort und beklagte sich kein einziges Mal!
00:41:40: Wir rannten und ranten ohne Pause.
00:41:44: Pal, der mir auch an dieser Hinsicht überlegen war, rannte voran und trieb uns immer wieder an, obwohl gar nicht klar war ob uns die anderen überhaupt verfolgten.
00:41:54: Aber eins wussten wir unsere Eltern hatten nicht nur längere Beine Sie waren auch insgesamt kräftiger, daher müssten wir unseren geringen Vorsprung unbedingt verteidigen.
00:42:03: Es war so dunkel dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte aber irgendwann wurde es allmählich heller und ich könnte es kaum fassen als dieser dunkle unheimliche Wald dann einfach so endete.
00:42:15: Irgendwann gab es einfach keine Bäume mehr.
00:42:17: vor uns lag eine riesige flache Ebene.
00:42:20: der große Mond stand hoch am Himmel und beschien niedrige schwarze teilweise gezackte Strukturen.
00:42:28: Japstens setzen wir uns ins Gras.
00:42:31: Noch nie habe ich soweit schauen können!
00:42:34: Es war, als wäre meine Welt plötzlich unglaublich viel größer geworden.
00:42:38: Etwas anderes als die Wiese und den Wald hab' ich mir nie vorstellen können... Ich hatte immer gedacht der Wald ist unendlich.
00:42:45: ergeb es zum Rand der Welt.
00:42:48: Du hattest recht, sagte ich, als sie wieder Luft bekam.
00:42:51: Es gibt noch etwas Anderes.
00:42:54: Pal spuckte aus und holte mehrmals Tiefluft, eh er antworten konnte Ja Aber was ist das?
00:43:03: Zehntes Kapitel.
00:43:05: Perro!
00:43:07: Natürlich flog ich zuerst nach Hause, die Koordinatoren aus dem Bett zu klingeln hätte ihre Laune wahrscheinlich nicht gerade verbessert.
00:43:15: Merkwürdigerweise brannte in unserer Wohneinheit Licht.
00:43:18: Selck sollte eigentlich mittlerweile wieder in ihrer Forschungsstation sein sie jetzt hier zu treffen hätte mir grade noch gefehlt.
00:43:26: Ich pierste mich vorsichtig heran und schaute durchs Panoramafenster.
00:43:30: Selk war nicht nur da, sie war auch nicht allein.
00:43:33: Die beiden führten einen ziemlich wilden Tanz auf.
00:43:36: Sie würde morgen den halben Tag damit zubringen müssen, die Spuren zu beseitigen.
00:43:41: Ich schaute fasziniert zu und konnte kaum den Blick von dem Beiden lösen.
00:43:46: Selb performte ganz anders als bei unseren Paarungen irgendwie freier, wilder.
00:43:51: Den zweiten Körper konnte ich nicht richtig erkennen.
00:43:54: Kurz überlegte ich wieder zurück zum Haus zu fliegen aber ich hätte nicht gewusst wie ich das hätte erklären sollen.
00:44:00: Dann sah ich doch ein zweites Gesicht.
00:44:03: Es war die Koordinatorin.
00:44:06: Ich ging zurück zum Gleiter und löste das elektronische Signal aus, dass meine baldige Ankunft ankündigte.
00:44:12: Ich wollte selb die Gelegenheit geben ihr Organ aus der Koordinatoren zu ziehen und sich etwas zu ordnen.
00:44:19: Und tatsächlich sie haben es geschafft im bemerkenswärter Geschwindigkeit wieder so etwas wie Normalität herzustellen.
00:44:26: Als ich die Wohneinheit betrat saßen beide angezogen auf der Sitzgelegenheit und tranken Tee.
00:44:32: Nur das Chaos im Zimmer erinnerte nur noch an die wilden Szenen, die sich kurz zuvor hier abgespielt hatten.
00:44:38: Warum hast du nicht Bescheid gesagt, dass du kommst?
00:44:40: sagte Selk so beiläufig wie es ihr möglich war.
00:44:44: Ich bin doch nicht dazu gekommen aufzuräumen.
00:44:46: ihrer Stimme merkte man trotzdem an, dass sie außer Atem war.
00:44:50: ich ging nicht darauf ein und begrüßte stattdessen die Koordinatorin.
00:44:54: Wir haben gerade über euer Projekt gesprochen Perro, sagte sie ohne eine Mine zu verziehen Ich wollte Selks Meinung dazuhören.
00:45:04: Ja, das Projekt ja, sagte ich trifft sich gut dass sie dich hier treffe.
00:45:09: Es hat Probleme gegeben.
00:45:11: Die Probanden sind ausgerissen.
00:45:13: Ausgerissen?
00:45:15: Ja eine Verkettung unglücklicher Umstände.
00:45:17: Wir müssen sofort einen Suchtrupp aufstellen gleich morgen früh.
00:45:21: Aber Ich setzte mich neben Sie und legte einer Hand auf ihre Stirn.
00:45:26: Das ist wichtig sagte ich.
00:45:28: Wenn wir die sich selbst überlassen war möglicherweise alles umsonst.
00:45:31: Vielleicht ist so ein kleiner Ausflug sogar förderlich für ihre Entwicklung.
00:45:35: Aber wir müssen sie auf jeden Fall wieder einfangen!
00:45:38: Ich weiß, die Ressourcen sind knapp und du hast viel um die Ohren aber... Alles klar ich kümmere mich Das kriegen wir schon wieder hin, sagte sie und stand auf.
00:45:48: Sie nickte uns zu und verschwand ohne ein weiteres Wort.
00:45:53: Auch ich stand auf und legte mich ins Bett.
00:45:55: Ich hatte keine Lust mit Selk zu reden.
00:45:58: Ich war müde, konnte aber trotzdem lange nicht einschlafen Denn Selk wuselte verbissen durch die Wohneinheit und versuchte das Chaos zu beseitigen.
00:46:07: Elftes Kapitel, März.
00:46:10: Wir beschlossen diese neue Welt am nächsten Tag zu untersuchen.
00:46:13: Es war dunkel und wir waren müde!
00:46:16: Wir kauerten uns in einem Mulde am Rand des Waldes Und schmieden uns dicht einander.
00:46:21: Mein Herz schlug bis zum Hals Rubelag zwischen uns neben mir, wo ich konnte meine Arme um sie legen Konnte ihren Körper spüren.
00:46:29: Eine Zeit lang fühlt sich eine unglaubliche Entspannung.
00:46:32: Ich lag neben diesem wunderbaren Wesen und schaute über die weite monbeschiebende Ebene, schahte in unbekannte Ferien.
00:46:39: Eine Zeit lang war ich so glücklich dass mir fast die Nase lief.
00:46:43: Ein perfekter Moment!
00:46:45: Dann drehte sich Ruhe etwas zu mir.
00:46:48: ihr Bein berührte meine Körpermitte und etwas explodierte im meinem Kopf.
00:46:53: Ich kann mich an die Einzelheiten kaum noch erinnern.
00:46:56: es geschah alles wie ein einem dichten Nebel.
00:46:58: Ich weiß nur noch das sie einen ziemlich wilden Tanz aufgeführt haben muss.
00:47:03: Ich war reiner Körper, reines Verlangen.
00:47:30: Versuchte einen Körper aus ihnen zu formen.
00:47:36: Zunächst spürte ich etwas Widerstand, aber der löste sich schnell auf.
00:47:40: Ich nahm ihn nicht die Zeit, die beiden auszuziehen – ich riss ihnen die Kleidung vom Leib kurz nachdem er mir selbst die Kleiddung vom Laib gerissen hatte oder gleichzeitig.
00:47:48: es war schwer zu sagen Es ging alles ineinander über.
00:47:51: Ruhe beschien explosionsartig aus ihrer Starre zu erwachen.
00:47:55: Bald zappelte sie genauso wild wie ich.
00:47:57: Japs, der knetete bis Um Schlang abwechseln' mich und Pal.
00:48:01: Sie war wie ausgewechselt, schrie vor Vergnügen, vor Lust vor Raserei.
00:48:05: Auch Pal war komm wieder zu erkennen.
00:48:07: Durch den Nebel erkannte ich seine Augen.
00:48:09: sie strahlten wie niemals zuvor an seinem Leben.
00:48:12: Alles Mürrische war aus ihnen verschwunden.
00:48:14: Ich mochte ihn schon immer aber in diesem Moment hatte ich das verlangen mit ihm zu verschmelzen.
00:48:20: Ich weiß nicht wie lange wir japsend aufeinander lagen Arme und Beine Brüste und Gesichter ineinander verschränkt Weder auf die Dunkelheit noch auf die Kälte achten't.
00:48:30: Pal war bald eingeschlafen, natürlich wie immer als Erster.
00:48:34: Aber er strahlte eine Zufriedenheit aus die ich noch nie zuvor bei ihm gespürt hatte.
00:48:39: Es wurde heller.
00:48:40: der zweite Mond war aufgegangen.
00:48:43: Ich hatte Mama gefragt was für ein Name er hatte aber sie konnte es mir nicht sagen.
00:48:47: Sie nannte ihn immer nur den kleinen Mond.
00:48:50: Rube sah mich an legte ihren Kopf zur Seite und sagte zum ersten mal etwas zu mir.
00:48:55: Danke sagte sie.
00:48:57: dann fehlen ihr die Augen zu.
00:49:00: Wir stören ja ungern aber Eine fremde Stimme, ich öffnete blinzelt die Augen.
00:49:06: Es musste schon spät sein!
00:49:07: Mein erster Blick fiel auf die gewaltige Sonnen durchfluterte Ebene.
00:49:11: Mein Nackenschmerzen um mir war eiskalt.
00:49:14: Ich lag immer noch nackt neben den beiden anderen.
00:49:17: Wir waren nach wie vor einander verkeilt.
00:49:19: Mühsam drehte ich meinen Kopf und erkannte woher die Stimme kam.
00:49:23: Ich zuckte zusammen.
00:49:24: Zwei Wesen saßen breitbeinig direkt neben uns.
00:49:27: Auf einen ungestürzten Baum stamm.
00:49:29: Sie sahen seltsam aus.
00:49:31: Gepackt mit allerlei Taschen hielten sie einen länglichen röhrenartigen silbernen Gegenstand in den Hennen.
00:49:37: Am erschreckendsten waren aber ihre Gesichter, rötlich braun ohne Nasen und riesige Augen und großen Mündern.
00:49:46: Einer der beiden – er war etwas kleiner als die andere – stand auf und fruchtelte mit seinen Gegenstand herum.
00:49:52: So aufstehen Leute!
00:49:53: Die Party ist vorbei!
00:49:55: Leben mir zuckte Rube zusammen und starte ihn fassungslos an.
00:49:59: Auch Pal war erwacht und reagierte sofort.
00:50:01: Er sprang auf Schaute sich kurz um und rannte in den Wald.
00:50:06: Der kleinere richtete seiner Silberröhre auf ihn, und danach sah ich nur noch einen grellen Blitz und Pal, der plötzlich wie in der Bewegung erstarrte und zusammengekrümmt zu Boden fiel.
00:50:16: Nun sprang auch der Größerer auf und packte den anderen an der Schulter.
00:50:20: Sag mal!
00:50:21: Hast du nicht auf Betäubung umgestellt?
00:50:23: brüllte er.
00:50:24: Scheiße, sagte der andere und fummelte an seiner Silberghörer rum.
00:50:29: Der größere ging wütend zu Pal, betrachtete ihn und stupps ihn an.
00:50:33: Scheiße, der es hin, sagte erseufzend.
00:50:37: Das gibt Ärger!
00:50:38: Ich war wie betäubt.
00:50:40: Rube klammerte sich an mich und schluchzte.
00:50:42: Ihr lief die Nase wie in Strömen.
00:50:45: Das wollte ich nicht, sagte der Kleinere.
00:50:48: Du beschissener Idiot, sagte Der Größere.
00:50:50: Wie soll mir das erklären?
00:50:51: Wir sind hier nicht auf Earth.
00:50:53: Hier gibt es nicht so viele von denen.
00:50:55: Die sind hier eine Menge Wert.
00:50:57: Er atmete tief durch.
00:50:59: Verdammte scheiße, erwandte sich zu uns... So ihr beiden zieht euch erst mal an, dann sehen wir weiter.
00:51:07: Mechanisch zogen wir uns an, rube schlutzte unauffällig und ich versuchte langsam zu begreifen was passiert war.
00:51:14: Pal war tot!
00:51:15: Er lag im Gras und bewegte sich nicht mehr.
00:51:18: er würde sich nie wieder bewegen.
00:51:20: Ich würde nie wieder das erleben was ich letzte Nacht mit ihm erlebt habe.
00:51:25: Die beiden Wesen hockten sich wieder auf ihren Baum stammen.
00:51:28: so was machen wir jetzt fragte der größere wenn wir die beiden anderen auch noch abknallen?
00:51:34: Der größere schnaubte.
00:51:36: Ja, das wäre am einfachsten!
00:51:38: So hätte dir das Wall of Earth gelöst und niemand hätte nachgefragt.
00:51:42: Hier weht aber ein anderer Wind.
00:51:44: Wenn es herauskommt macht man uns einen Kopf kürzer.
00:51:47: Am besten melden wir die Sache einfach berichten wie es war.
00:51:50: Es war ja ein Unfall an ihr Tum.
00:51:52: Du willst verwahnt und versetzt Wahrscheinlich wieder nach Earth.
00:51:55: Da gehörst du aber auch sowieso hin meiner Meinung nach Und du wärst fein raus sagte der kleinere Bitter.
00:52:02: Oh genau warum nicht?
00:52:04: Der größere Fischte, einen Rundgegenstand aus einer seiner Taschen.
00:52:08: Ich melde das mal der Zentrale.
00:52:10: Nein warte!
00:52:11: Der kleinere Filmen in den Arm.
00:52:13: Können wir das nicht anders lösen?
00:52:15: ich kann dich wieder nach Urs.
00:52:17: Ärger gehabt?
00:52:19: Kann man so sagen die würden mich fertig machen.
00:52:22: Du warst in Luanda oder?
00:52:24: Lagos aber ist ja auch egal wo ich da lande.
00:52:27: Der Klar mit dem ich mich angelegt habe operiert auf den gesamten Planeten.
00:52:32: Die finden jeden.
00:52:34: Die Einheimischen sind doch nicht so machtlos, wie es scheint.
00:52:38: Ein übler Ort!
00:52:39: Ich war nur kurz da aber das hat mir gereicht.
00:52:42: Diese Urslinge sind schon ein übeles Park oder?
00:52:45: Das kannst du laut sagen.
00:52:46: Total aggressiv, sagte der kleinere.
00:52:49: Die Kolonialregierung bekommt die Lage einfach an den Griff und der Planet ist total verdreckt die reinste Müllhalde.
00:52:56: dagegen ist das hier das reinste Paradies.
00:52:59: Stimmt allein diese reine Luft.
00:53:01: Der größere nahm einen tiefen Atemzug.
00:53:05: Es hat schon seine Vorteile, wenn sich die intelligente Rasse eines Planeten schon vorher selbst zelegt hat.
00:53:10: Er rieb sich die Stirn.
00:53:12: Na gut aber was machen wir dann?
00:53:14: Wir können ja die Leiche vergraben und einfach behaupten er sei abgehauen.
00:53:18: Allerdings wissen unsere beiden Freunde hier was wirklich passiert ist.
00:53:22: Sie müssen eben die Klappe halten sagt der kleinere Unstand auf Und das werden sie lass mich nur machen Packte uns und schlug uns mehrmals in die Seite an Stellen die von der Kleidung verdeckt waren.
00:53:35: Er wollte keine Spuren hinterlassen.
00:53:38: An Gegenwehr war nicht zu denken, er war viel stärker als Paar.
00:53:41: Rube werte sich erstaunlich hartnäckig aber irgendwann brach auch sie unter den Schlägen zusammen.
00:53:47: Sie krümmte sich auf dem Boden.
00:53:49: ihr lief die Nase vor Zorn.
00:53:51: Habt ihr das kapiert?
00:53:52: Brülterer der Kleine und trat Rube noch einmal an die Seite.
00:53:57: Euer Kumpel ist abgehauen!
00:53:59: Ihr wisst nicht in welche Richtung Und wehe.
00:54:01: ihr erzählt irgendwas anderes.
00:54:03: Egal wohin ihr euch verkriecht Ich werde Euch finden Ich werde euch finden und ich werde euch fertig
00:54:08: machen.".
00:54:10: Nicht schlecht, sagte der Größere.
00:54:12: Sowas lernt man aber nicht in der Ausbildung.
00:54:15: Nee, sagte er kleinere, sowas lernte man auf Urs.
00:54:21: Zwölftes Kapitel Perot.
00:54:24: Die beiden kamen in einem grauenhaften Zustand an.
00:54:27: Rube wirkte völlig verschüchtert.
00:54:29: Der knäulen in ihrem Gesicht sonderte Permanentflüssigkeit ab Typisch für die Einheimischen wenn sie verwirrt oder traurig waren.
00:54:36: Der evolutionäre Sinn dahinter wurde noch nicht verstanden.
00:54:40: In einem Aufsatz, den ich neulich gelesen hatte wurde es mit der Flüssigkeitsausscheidung über die Augen der Bewohner von Urs verglichen.
00:54:47: Es gab noch so viele Fragen zu klären.
00:54:50: Sabne kümmerte sich rührend um sie.
00:54:52: Sie saß stundenlang an Rubis Bett und versuchte sie zu beruhigen Meereswegte etwas gefaster aber auch er zitterte und war anscheinend völlig unterkühlt.
00:55:02: Auch ihn steckten wir sofort ins Bett und flösten ihm heiße Suppe ein.
00:55:07: Tja wie ich mir gedacht hatte.
00:55:09: sie waren für einen Leben in freier Natur gar nicht mehr geschaffen.
00:55:12: Zum Glück hatten die Soldaten sie so schnell gefunden.
00:55:15: Von Palt fehlte allerdings jede Spur, ich machte mir große Sorgen um ihn.
00:55:20: Trotzdem muss man sagen, Glück im Unglück!
00:55:23: Der Verlust von Rube wäre schwerer zu verkraften gewesen.
00:55:26: Sobald die beiden sich erholt hatten konnten wir mit dem Paarungsversuchen fortfahren – so dachten wir zumindest.
00:55:34: Dies erwies sich als ihr Turm.
00:55:37: Einige Tage später erhielten wir unerwarteten Besuch.
00:55:40: Wir saßen gerade beim Abendessen.
00:55:43: Rube und Merz hüteten nach wie vor das Bett, als ein Gleiter direkt neben dem Haus landete.
00:55:50: Die Geheimhaltung der technischen Geräte hatten wir abgeschafft – auch die Masken!
00:55:54: Sie waren sinnlos geworden.
00:55:55: Die Soldaten hatten keine getragen und Merze hatte sie wohl schon vor längerer Zeit bemerkt.
00:56:00: Jedenfalls hatte er sowas angedeutet.
00:56:03: In den letzten Tagen hatte ich viel mit ihm gesprochen, fast mehr als in allen Jahren zuvor.
00:56:08: Mit dem Versteckspiel war Schluss.
00:56:10: Ich hatte ihm alles erklärt und auf all seine Fragen geantwortet.
00:56:14: Bemerkenswärterweise war er nicht sonderlich überrascht, die Fassade der heilen Familiengemeinschaft hatte wohl schon seit längerer Zeit Risse bekommen.
00:56:22: Noch bemerkenswerter war allerdings das er sonst kaum Fragen stellte.
00:56:27: In dem Gleiter war die Koordinatorin.
00:56:29: Sie schien gealtert, schleppte sich mühsam ins Haus Und ließ sich sofort auf einen Stuhl fallen.
00:56:35: sie nickte uns nur kurz zu.
00:56:40: Was wollte zuerst hören?
00:56:42: fragte sie mit belegter Stimme Die schlechte oder die noch schlechtere Nachricht?
00:56:47: Willst du nicht erstmal was Essen fragte
00:56:49: Daru?".
00:56:50: Ne, Essen ist scheiße", sagte die Koordinatoren.
00:56:53: Der Fraß auf diesem Planeten hat mir noch nie geschmeckt.
00:56:55: Trinken ist besser!
00:56:57: Sie griff in ihren Mantel und stellte eine Flasche auf den Tisch.
00:57:01: Eine vieräckige Flashe mit einer Goldbrauenflüssigkeit.
00:57:05: So etwas hatte ich noch nie gesehen.
00:57:08: Was is
00:57:08: das?",
00:57:09: fragte ich.
00:57:09: Hat mir ein Freund mitgebracht, sagte die Korinatorin.
00:57:14: Er war eine Zeitlung auf Earth stationiert, nennt sich Wissi oder so ähnlich.
00:57:19: Er meinte es sei das einzig sinnvolle dass sie Kultur dort hervorgebracht hat.
00:57:24: Jeder von uns nahm einen kräftigen Schluck aus der Flasche.
00:57:28: Es schmeckte scheißlich aber gab irgendwie ein warmes Gefühl.
00:57:31: Man fühlte sich angenehm betäubt.
00:57:34: Darin hätte ich mich gewöhnen können.
00:57:37: Ja vielleicht erst mal die schlechte Nachricht sagte Doro mit seltsam schwerer Stimme.
00:57:42: Ihr seid alle entlassen, sagte die Koordinatorin.
00:57:46: Ich übrigens auch.
00:57:47: Das Konsortzirm hat die Geduld verloren, mich hat mal wohl entlassen weil ich zu lange Geduld mit euch hatte.
00:57:55: Ich säufzte wahrscheinlich wegen der Kosten für die Suchaktion.
00:57:59: genau das brachte den Kanister zum überlaufen.
00:58:03: und die noch schlechtere Nachricht fragte Sabne?
00:58:06: Das ganze Projekt wird eingestellt sagte die Koordinatorin.
00:58:11: Ich nahm noch einen tiefen Schluck aus der Flasche und wangte dann auf die Terrasse.
00:58:15: Ich setzte mich in den Lähnstuhl und betrachtete den Aufgang des zweiten Mondes.
00:58:21: Na ja, was soll's?
00:58:22: Leben bedeutet Veränderung und vielleicht hat das Konsort hier mehr Recht.
00:58:26: Vielleicht muss sie das Leben aus eigener Kraft entfalten oder untergehen.
00:58:33: Epilog!
00:58:35: ich vermisse Mama und Papa.
00:58:37: Sie haben mir nicht die Wahrheit gesagt aber sie waren immer für mich da.
00:58:42: Sie waren gut zu uns.
00:58:43: Sie kamen von einem anderen Planeten um uns zu helfen unserer ganzen Rasse zu helfen.
00:58:48: Manchmal läuft mir die Nase, wenn ich an sie denke.
00:58:51: Ich hoffe es geht ihnen gut und ich vermisse Pahl natürlich!
00:58:56: Ich habe ihn nicht erzählt dass er tot ist.
00:58:59: Nicht nur wegen der Soldaten.
00:59:00: Es hätte einfach nichts gebracht.
00:59:02: Es hätte ihn auch nicht wieder lebendig gemacht.
00:59:05: Und vielleicht gibt ihm die Hoffnung das Pahl irgendwo da draußen lebt und gedeiht.
00:59:09: Das Gefühl, dass ihre jahrlangen Arbeit nicht umsonst war.
00:59:14: Ganz umsonsten war sie ja auch nicht.
00:59:16: Ich sitze gerade auf der Terrasse und beobachte unsere Tochter.
00:59:20: Sie liegt im Gras und betrachtet die Insekten.
00:59:24: Als Mama und Papa gingen, haben sie mir und Rube das Haus überlassen.
00:59:28: Und einige Wochen später merkte ich, dass in meinem Körper etwas wuchs.
00:59:33: Rube war gut zu mir!
00:59:34: Sie half mir wo es ging aber auf die Schmerzen bei der Geburt konnte auch sie mich nicht vorbereiten.
00:59:40: Das ist aber alles schon lange her.
00:59:42: Ich vermisse Pal.
00:59:43: Aber wenn ich meine Tochter betrachte tröste ich mich mit den Gedanken Dass unsere Nacht diese wunderbare gemeinsame Nacht nicht folgenlos geblieben ist.
00:59:53: Rube is da, wir versuchen es immer wieder!
00:59:55: Ich streichle klähte Beise drücke sie fast jede Nacht.
00:59:59: ich versuche verzweifelt die Stimmung dieser einen Nacht wieder herzustellen aber es hat keinen Sinn.
01:00:05: Irgendetwas fehlt, Pal fehlt.
01:00:08: Mir wurde klar warum die ganzen Paarungsversuche fehlgeschlagen sind.
01:00:12: Zwei reichen bei uns nicht.
01:00:14: Wir müssen zu dritt sein.
01:00:15: Sonst funktioniert das nicht.
01:00:18: Naja man kann nicht alles haben.
01:00:20: Bevor er ging, wollte mir Papa noch von den ganzen anderen Planeten erzählen.
01:00:24: Von all den anderen Welten mit ihren Städten und Soldaten.
01:00:28: Ich wollte das alles gar nicht hören.
01:00:30: Mir reicht es hier Hiermit Rube und unserer Tochter zu sitzen Und den Sonnenuntergang zu betrachten.
01:00:37: Natürlich reicht das nicht wirklich Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf!
01:00:40: Ich muss hier bleiben, ich kann nicht woanders hin.
01:00:43: Vielleicht gibt es ja noch einige von unseren Leuten in den Wäldern Und vielleicht kommt mal jemand vorbei Jemand der so ist wie Paul.
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